Warum sich Handyversicherungen fast nie lohnen

Wer kennt das nicht: man sitzt gemütlich bei einem Pfefferminztee im Kaminzimmer und sinniert über die schönen Dinge des Lebens, da stürmt die Frau herein, läuft unglücklich gegen den original Biedermeier Eichentisch und ZACK, zerscheppert das goldende iPhone auf den italienischen Fliesen…

Die Geräte unserer Zeit bedeuten Fortschritt, Vernetzung und Spaß. Sie gehen aber auch kaputt. Sie fallen runter und werden nass. Mein Telefon zum Beispiel flog mittlerweile dreimal metertief (jeder Radfahrer ohne mp3-Fernbedienung kennt das Problem vielleicht), rutschte über Asphalt oder Feldwege und: funktionierte weiter. Zum Glück. Dieses Glück ereilt aber längst nicht alle (I am looking at you, Jan).

Die Lösung: Handyversicherung.

Ich habe ein paar der Anbieter untersucht, u.a. den Testsieger von Chip (Link unten) und komme zum ernüchternden Ergebnis: lohnt sich nicht, zumindest nicht ohne Abstriche. Interessant für uns Handy-runterfallen-Lasser (neben dem Preis und dem Selbstbehalt) vorallem die Doofheitsabsicherung (Handy fällt runter und ist hin) und die sonstigen Versicherungsbedingungen.

Allen gemeinsam (Ausnahme: Apple Care+) ist: es gibt keine Leistungen bei Ausfall aufgrund Computerviren, während eines Streiks, wenn der Hersteller haftet, für Verschleiß und bei „Fahrzeuganprall“ (=Unfall).

ARAG Elektronikschutz 

  1. Versicherer: Arag
  2. Preise/Dauer: ca. 227.- Jahr (versichert alle privaten (!) Geräte im Haushalt) / bis 2 Jahre: Reparaturkosten minus Wert des Altmaterials, danach maximal 40%-25%
  3. Selbstbehalt: 50.-
  4. Diebstahl/Doofheit: nein/ja (auch außerhalb der Wohnung, siehe Ziffer 8.1)
  5. Abschließbar/Wartezeit: Versicherung jederzeit abschließbar, keine Wartezeit zwischen Abschluß und Versicherungsfall
  6. Ersatzgerät wenn Reparatur fehlschlägt/während Reparatur/technischer Support: nein/nein/nein
  7. übertragbar: nein
  8. Bedingungen/Besonderes: 1 Person im Haushalt ist mitversichert. gilt nur für private Elektronikartikel.
  9. Fazit: Diese Versicherung lohnt sich nur für Eigentümer von sehr teuren MacBooks, iPhones und sonstigen teuren Elektroartikeln. Diese dürfen aber nur privat gebraucht werden, was die ganze Nummer für die meisten extrem unattraktiv machen dürfte. Der normale Handyversicherer kommt hier keinesfalls auf seine Kosten, da auch nur sehr schlechte Zeitwerte gezahlt werden und noch eine Selbstbeteiligung fällig wird. Nicht zu empfehlen.

AppleCare+

  1. Versicherer: AIG Europe Limited
  2. Preise/Dauer: 99.- für ein iPhone / max. 2 Jahre
  3. Selbstbehalt: 69.- wenn iPhone ersetzt werden muss
  4. Diebstahl/Doofheit: nein/ja
  5. Abschließbar: sofort (aber: gültig erst nach 90 Tagen, bis dahin sowieso gewährleistet)
  6. Ersatzgerät wenn Reparatur fehlschlägt/während Reparatur/technischer Support: ja/ja (aber: Kaution per Kreditkarte nötig)/ja
  7. übertragbar: ja (wenn Benachrichtigung an Apple)
  8. Bedingungen: In der Polizze (sic!) sind einige Besonderheiten geregelt, u.a. das nur 2 Ansprüche binnen 2 Jahren möglich sind (danach nur noch technischer Support). Verboten: Betasoftware, Gerätereparaturen die nicht durch autorisierte Händler vorgenommen wurden. In 6.2.3 steht eine unlogische fehlerhafte Regelung zu Vorsatz/grobe Fahrlässigkeit, was aber hier zu weit führt.
  9. Fazit: AC+ (nicht zu verwechseln mit Apple Protection Plan, der nur eine Garantieverlängerung ist) ist teuer, aber sinnvoll. Zwar ist Diebstahl nicht mitversichert, jedoch sind die Diebstahlregelungen bei der Konkurrenz kaum besser.* Die Versicherungsbedingungen sind fair, der garantierte Support wertvoll und die Übertragbarkeit ist ein echter Mehrwert. Die bekannt großzügige Auslegung des Versicherungsschutzes durch Apple macht die Sache überlegenswert, da man nicht mit halbgaren Reparaturen oder billigen Zeitwerten abgespeist wird. Lohnt sich, für den der es sich leisten kann.

cyberport extraSchutz

  1. Versicherer: Axa
  2. Preise/Dauer: 29,80.- bis 99.- je nach Dauer 12/24/36 Monate und je nachdem ob Diebstahl dabei ist
  3. Selbstbehalt: 10% des Kaufpreises (Diebstahl: 25% des Kaufpreises)
  4. Diebstahl/Doofheit: variabel möglich/ja
  5. Abschließbar: bis 30 Tage nach Kauf
  6. Ersatzgerät wenn Reparatur fehlschlägt/während Reparatur/technischer Support: nein/nein/nein
  7. übertragbar: nein
  8. Bedingungen: Der Extraschutz bietet nur die Freistellung von Reparaturkosten. Schlägt die fehl, wird der Zeitwert ersetzt: 2.Jahr 80%, 3. Jahr 60% usw. oder ein Ersatzgerät „gleicher Art und Güte“ gestellt. Gut: Vertrag endet stillschweigend. Bizarr: in 4.1. wird (juristisch kaum haltbar) versucht, einen direkten Leistungsanspruch gegen Axa auszuschließen. In 16 soll aber doch wieder Axa der Klagegegner sein. Irre.
  9. Fazit: Der extraSchutz ist zwar relativ günstig, aber irgendwie witzlos. Der mangelnde Support und die mangelnde Übertragbarkeit machen es nicht besser. Rechnen wir mal einen Diebstahl durch: Neupreis 500.-, Zeitwert nach gut 1 Jahr 350.-, Ersatz 350.- minus 125.- Selbstbeteiligung minus 79,90.- Prämie + Prämienrückerstattung ca. 30.- = 190.- Ersatz. Für 190.- muss ich also 79,90.- garantiert aufwenden. Lohnt sich nicht.

friendsecure 

  1. Versicherer: Deutsche Familienversicherung AG
  2. Preise/Dauer: je nach Warenwert, im Schnitt 48.- pro Jahr, täglich kündbar, läuft endlos weiter
  3. Selbstbehalt: null
  4. Diebstahl/Doofheit: ja (Premium)/ja
  5. Abschließbar: nur bis 3 Monate nach Kauf + 4 Wochen Wartezeit
  6. Ersatzgerät wenn Reparatur fehlschlägt/während Reparatur/technischer Support: nein/nein/nein
  7. übertragbar: nein
  8. Bedingungen: Der megahippe und deswegen extra beknackte Name dieses Tarifes klingt netter als die Bedingungen sind. Die haben gleich zwei echt fiese Klippen. Erstens: der Versicherer hat die Wahl ob er die „nötigen Reparaturkosten“ ersetzt oder „Naturalersatz gleicher Art und Güte“ schuldet. Zweitens: im Falle des Diebstahls ist (wie üblich) nicht nur Anzeige bei der Polizei und SIM Sperre nötig, sondern auch Vorlage des Einzelverbindungsnachweises. Da freut sich der Datenschützer. Die Widerrufsbelehrung ist fehlerhaft und unwirksam, aber das führt hier zu weit.
  9. Fazit: Der „Testsieger“ von der Zeitschrift Chip glänzt mit Top-Preis, ohne Selbstbeteiligung. Das war es aber auch schon. Im Falle des Falles ist unklar, was und wieviel man genau erhält. Sonstige Extras: Fehlanzeige. Die Krone des Ganzen ist die Pflicht den Einzelverbindungsnachweis einreichen zu müssen. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Lohnt sich nicht.

notebooksbilliger Schutzbrief24

  1. Versicherer: Axa
  2. Preise/Dauer: 39.- bis 69.- je nach Gerät
  3. Selbstbehalt: 10% des Kaufpreises (Diebstahl: 25% des Kaufpreises)
  4. Diebstahl/Doofheit: ja (aber: nur von 6-22 Uhr)/ja
  5. Abschließbar: nicht geregelt, daher jederzeit
  6. Ersatzgerät wenn Reparatur fehlschlägt/während Reparatur/technischer Support: nein/nein/nein
  7. übertragbar: nein
  8. Bedingungen: Hier gibts viele Fallen. Wenn ein Dritter haftet: keine Leistung! Meldung des Versicherungsfalles binnen 7 Tagen, sehr kurz. Das auch noch schriftlich. Es wird zwar telefonische Meldung angeboten, aber keine Telefonnummer angegeben. Idiotisch. Der Hammer: der Versicherungsnehmer soll die Selbstbeteiligung v o r der Regulierung an die Versicherung zahlen. Bürokratie pur und die Umkehrung des Versicherungsprinzips.
  9. Fazit: Die Versicherungsbedingungen machen dieses Produkt zu einem No-Go. Ob es sich lohnt bewerte ich gar nicht mehr.

Gesamtfazit

Am besten sind noch die Apple-User dran, die mit AppleCare+ eine akzeptable Variante abschließen können. Für alle anderen gilt: immer schön ruhig bleiben und ja nie das Handy fallen lassen. (fr, alle Angaben ohne Gewähr)

 

Link zu Chip mit weiteren Tests:

http://www.chip.de/artikel/Die-besten-Handy-Versicherungen-Vergleich-fuer-iPhone-6-2_73796266.html

*Diebstahl wird nur anerkannt, wenn man das Gerät „sicher mit sich führt“. Was soll das heißen? Reicht es, das Phone in die Handtasche zu legen? Muss die Handtasche dann geschlossen sein? Was ist mit dem Phone was ich kurz im Büro liegen lasse? Zählt nicht.

Wer wir sind – Deutschland in Zeiten von Pegida

Pegida – Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes – ist eigentlich zu dämlich und fremdenfeindlich, um darauf einzugehen, und doch so ernstzunehmen, dass Zeitungen und Fernsehsender hilflos versuchen, das Phänomen zu ergründen. Es ist dunkel geworden in Deutschland.

Nun, eigentlich ist über Pegida alles gesagt (wer noch Bedarf hat: siehe unten, die Tweetzusammenfassung), aber mich läßt es nicht ruhen, also muss es hier raus.

Himmel, WIE konnte Pegida passieren?

Klar, die Schnelldenker wissen gleich, die Politik ist schuld. Die Politik, die den Bürger nicht ernst nähme. (http://www.welt.de/politik/deutschland/article135348895/Pegida-ist-ein-Ventil-fuer-kleinbuergerliche-Aengste.html)

Das ist richtig und falsch zugleich und in der Tat hat sich „die Politik“ Vorwürfe zu machen, doch dazu später mehr.

Schauen wir zunächst auf die Fakten. Und die sind entsetzlich.

Fakt ist nämlich: wir sind alles fremdenfeindliche Nazis. Huch, wir!? Ja, wir! Denn unser Kredit ist schon längst aufgebraucht. Solingen und Mölln sind lange her, die nächste Generation zündelt nun wieder und trägt ihren Hass auf die Straße. Und dieser Hass ist besonders gefährlich, denn es ist der stille Hass, der Hass unserer Großväter und Großmütter, der bereits einmal zum Genozid geführt hat, der offensichtlich immer noch in uns schlummert und jederzeit wieder aus dem Dresdner Rattenloch kommen kann. Es ist dieser stille Hass, diese gefährliche Mischung aus tristem Alltag, mäßiger Bildung und offenbar ur-deutschen Ressentiments gegen Fremde. Es ist der Handwerker von nebenan, der normale Bürger, der insgeheim denkt „Scheißtürke“, „Scheißislam“ und „alle weg“. Es gibt natürlich keiner zu. Aber es ist jetzt zu sehen, in Dresden. Gestern waren es 15.000, die bei 6 Grad und leichten Regen durch Dresden liefen, im Dezember 2014. Das ist verdammt viel.

Und wir, die es JETZT dulden, dass Woche für Woche Zehntausende Menschen in Biedermann und die Brandstifter Manier durch die Straßen laufen sind mitschuldig und Beihilfe-Nazis. Denn der Kredit von Mölln, wo sich die Zivilgesellschaft den Verbrechern entgegengestellt hat, ist nun verbraucht. Den Zulauf von 15.000 Menschen können wir als Zivilgesellschaft nicht hinnehmen. Die Zivilgesellschaft muss jetzt handeln, sonst wird sie zum Mitläufer. Es reicht nicht aus mit dem Finger auf Pegida zu zeigen.

https://twitter.com/jensbest/status/544630596237271042

 Doch unabhängig davon bleibt dennoch die Frage, warum? 

Meine Antwort ist: wir Deutschen sind krank. Fremdenkrank. Natürlich gilt das nicht für alle, es gibt wahrlich genug Initiativen, die integrieren, die über den Tellerrand schauen, die Zuwanderer als Geschenk empfinden. Wer einmal Gastfreundschaft in fremden Ländern erfahren durfte, weiß Menschlichkeit zu schätzen, jenseits von Hautfarben und Besitztümern. Was gibt es Schöneres, als Freiheit, Nächstenliebe und Toleranz, hier und auf der ganzen Welt? We are all one! Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, leider nur für einen kleinen Teil. Oder einen großen? Who knows.

Gastfreundschaft, wahrscheinlich das letzte was man mit einem „typischen Deutschen“ assoziiert, gibt es in zwei Varianten: die sozial erworbene und die erlernte. Die sozial erworbene ist die natürliche Gastfreundschaft, die es in so vielen Völkern dieser Erde gibt, (Beispiel: ein Reisebericht aus dem Iran http://lassrollen.tumblr.com/page/43) und die jedenfalls wir NICHT unser Eigen nennen können. Wenn überhaupt verfügen wir über erlernte Gastfreundschaft, fußend auf Bildung und Kenntnis der Geschichte, insbesondere der Judenvernichtung. In meiner Generation, also Söhne und Töchter der 68er, sowie Freunde der Kinder der türkischen Erst- und Zweiteinwanderer, gehört es zum guten Ton sich weltoffen und tolerant zu zeigen. Dies gilt aber für die Generation dahinter schon nicht mehr. Dort herrscht im besten Fall Gleichgültigkeit, im schlechtesten Fall wählt man hart rechts: 15% der unter 35jährigen wählen NPD oder AfD. http://www.statistik.sachsen.de/wahlen/lw/lw2014/presse/lwl3714.pdf

Bei der Suche nach dem „Warum“ kann man viel aufzählen.

Natürlich hat die Politik versagt, weil sie Einwanderung und Integration immer ignoriert hat, von Förderung ganz zu schweigen. Mit schlechten Themen gewinnt man keine Wahl, man verliert sie nur. Natürlich hat die Zivilgesellschaft versagt, weil sie es sich gemütlich gemacht hat, es gibt ja auch wichtigere Themen, Terror zum Beispiel, oder Flughäfen, die nicht gebaut werden. Hey, solange der Ali nicht brennt passt das schon! Die ertrinkenden Flüchtlinge im Mittelmeer, puh, schlimm, da müsste mal jemand was machen, vielleicht die italienische Marine, aber – oh, ein iPhone! Und das Ganze krönen tut der „Verfassungsschutz“, der jahrelang „Aktenvermerke“über den NSU anfertigt, statt Morde zu verhindern.

Aber über all dem steht unsere offenbar kranke deutsche Seele.

Wie anders ist es zu erklären, dass der typische deutsche Vorgartenbesitzer so nichts, aber auch gar nichts von der Welt jenseits des Jägerzauns wissen will? Hinter jedem Kopftuch einen Feind vermutet, die Welt jenseits des Pfarrers oder Metzgers nicht versteht? Ist es nur Unkenntnis, oder ist es pathologisch? Ist es vielleicht nur fehlende Bildung? Nein. Unsere Geschichte läßt keine Ausreden zu, selbst Willi Müller weiß: Wir haben Menschen umgebracht und es war falsch. Aber Willi Müller denkt insgeheim offenbar: ein bisschen Patriotismus kann schon nicht schaden, und unsere Arbeitsplätze! Wir – oder zumindest ein nennenswerter Teil von uns- sind fremdenkrank.

   Die Krankheit ist da. Wie geht sie bloß wieder weg? 

Nein. Unsere Fremdenkrankheit geht nicht mehr weg. Es ist wie HIV. Man kann den Virus nicht besiegen. Man kann die einfältigen Prolls mit ihren „FreiWild“ verzierten Golfs, die Biederen und die RTLisierten Dumpfbacken nicht zu toleranten Demokraten machen. Aber man kann -wie bei HIV- den Rest der Gesellschaft stärken. Wir müssen die Zivilgesellschaft stärken, Freiheit und Toleranz, gerne auch offene Diskussionen über den „Islam“, aber es müssen Vitamine her, Mineralstoffe, das ganze Programm.

Ich naives kleines Licht glänze mal mit Vorschlägen:

Klar neige auch ich Linuzifers Vorschlag zu:

Doch im Ernst:

Bereitschaft, ein Einwanderungsland zu sein

Es braucht weniger eine Auseinandersetzung mit „dem Islam“, sondern vielmehr die Bereitschaft und Offenheit, ein Einwanderungsland zu sein. Das dies übrigens volkswirtschaftlich notwendig ist, dürfte ja auch keiner in Zweifel ziehen. Die politische und gesellschaftliche Elite muss sich stark machen für diesen Gedanken und sodann umsetzen. Es gab und gibt jetzt schon Ansätze, sei es Wulffs grandiosen (aber dann abgebrochenen) Vorstoß „Islam gehört zu Deutschland“ oder sei es der Tag der offenen Moscheen http://www.tagderoffenenmoschee.de/ Zum Tag der offenen Moscheen muss dann eben die Kanzlerin hin und alle Ministerpräsidenten gleich mit, jeweils in ihren Ländern. Es muß einen Integrationspreis geben, meinetwegen eine schmalzige „Einwanderer des Jahres-Show“ mit Konfetti und Helene Fischer als Stargast.

Die Politik muss sich überlegen, wie sie Einwanderungsland definiert. Schauen wir in die USA: dort gibt es die jährliche GreenCard Lotterie. Und dort bewerben sich nicht die gefürchteten „Sozialschmarotzer“ sondern vorallem hochqualifizierte motivierte Menschen, wie auch bei uns http://www.spiegel.de/politik/ausland/bulgarien-fachkraefte-und-die-zuwanderung-nach-deutschland-a-942622.html

Die Einwanderungspolitik in Deutschland und Europa ist ja aber sowieso ein Desaster, Italien und Griechenland können ein Lied davon singen. Statt Menschen mit Bildung und Motivation eine Chance zu geben herrscht in Deutschland Feindseligkeit und Bürokratie, werden die Probleme unter den Teppich gekehrt und die Politik hält die Fresse, es könnte ja Stimmen kosten (15%, wir erinnern uns; oder hier: Umfrage 78% der BR-Fernsehgucker wollen keine bulgarischen Ärzte http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/offene-grenzen-eu-europawahl-100.html.

Es muss die Erkenntnis her, dann das Bekenntnis und dann Mut zur Umsetzung. Mut zum Einwanderungsland und Mut, sich damit auseinanderzusetzen, was das für uns heißt und was wir eigentlich von den Einwanderern wollen und was die von uns wollen. Das könnte man doch mal drüber nachdenken.

Bildung jenseits der verlorenen Generation

Es muss uns klar sein: die Generation zwischen 20 und 40 ist schon jetzt verloren (siehe Wahlergebnis oben). Die Generation über 50 hat eine gewisse Einsicht und sitzt an der Macht (zumindest in der Politik), sie muss so klug sein und für die nachfolgenden Generationen Bildungsmöglichkeiten schaffen, wie es sie derzeit nicht gibt: Pflichtfach Integration beispielsweise. Oder Wahlfach Türkisch, warum nicht? Schüleraustausche fördern, denn eines ist doch immer noch die beste Lektion: die Begegnung der Menschen.

Die Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen soll wenn es nach der AfD geht weggekürzt werden. Dieser Satz steht für alles, was falsch läuft.

Bildung ist der Schlüssel. Hoffentlich.

Aber statt positiv Einfluß zu nehmen auf die Einwanderung und sich en passant mit den ach so drängenden Themen wie dem Islam und dem Patriotismus auseinanderzusetzen spielen wir auf Zeit. Dieses Spiel ist hochgefährlich. Ich will es nicht mitspielen.

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Anhang: